Medlitz

ist ein Dorf in Oberfranken. Oberfranken ist der nord-östlichste Regierungsbezirk vom Freistaat Bayern. In Medlitz leben ca. 200 Einwohner. Früher war Medlitz ein typisches “Bauerndorf”. Doch durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft sind nur noch zwei viehhaltende Nebenerwerbsbetriebe im Dorf übriggeblieben.
Seit ca. 1987 gibt es den Konflikt mit dem Schweinezuchtbetrieb. Zuerst waren nur die Interessen der Markt-Gemeinde bei der Ausweisung eines östlich von diesem Betrieb liegendes Baugebietes betroffen. Hierzu erhob der Schweinezuchtbetrieb Hennemann mit einem zu dieser Zeit genehmigten Bestand von 80-Zuchtsauenplätze Einwendung, obwohl dieses Gebiet 1972 bei der Flurbereinigung als Bauerwartungsland ausgewiesen wurde.
Im Jahre 1990 versuchte dieser Schweinezuchtbetrieb auch ein, in 110m Entfernung, westlich begonnenen Wohnhausbau zu verhindern. Für dieses Wohnhaus wurde nachträglich, auf betreiben dieses Landwirts, die Baugenehmigung aufgehoben. In diesem Wohnhaus hat sich jetzt, nach mehrmaligen Besitzerwechsel, der
Club-Salome etabliert.
Auch im Jahre 1990 konnte nur durch einem Vergleich vor dem VGH-München ein Widerspruch gegen ein in 95m nord-westlich gelegenes Wohnhausbauvorhaben beigelegt werden. Zu dieser Zeit wäre eine Erweiterung dieses Zuchtschweinebetriebes mit beantragten 126-produktiven -, aber mit über 250 möglichen Sauenplätzen nach dem zu dieser Zeit gültigen Bundes-Imissionsschutzgesetz gar nicht zulässig gewesen, wenn das Landratsamt Bamberg diesen Bauantrag genau geprüft hätte.
Von 1993 bis heute wurden zwei weitere Wohnbauvorhaben am Ortsrand in Entfernung von 110m westlich und 170m östlich verhindert. Auch wurde das Baugbiet Medlitz-Süd durch mehrere Normenkontrollklagen in 170m östlich verhintert, obwohl das VG-Bayreuth bereits für das nächste, in 95m stehende, Wohnhaus kaum mehr feststellbare Geruchsbelästigung feststellte.
 Mittlerweile wurde dieser Betrieb, begünstigt durch eine Änderung des Bundes-Imissionsschutzgestzes, auf 299-Sauenplätze und 740-Ferkelplätzen aufgestockt. Diese Größe reicht aber diesen Landwirt noch nicht. Nach erfolglosen Bauvoranfragen von 1300-; 840- und 672 Mastschweineplätze mußte der Gemeinderat am 19.12.2002 eine Bauvoranfrage für einen Zuchtschweinestall mit 244-Sauen- und 780 Ferkelpätze zustimmen, um nicht Schadensersatzpflichtig zu werden.
mehr......